Artemisia absinthium, besser bekannt als Wermut, ist ein bitteres Kraut, das in Tee, Tinkturen und im Absinth verwendet wird. Es hat lange eine Rolle in der Volksmedizin gespielt – gegen Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit oder als Bitterstoff. Gleichzeitig enthält Wermut das Stoffwechselprodukt Thujon, das in hohen Dosen problematisch sein kann. Hier erfährst du, wie du Wermut sicher nutzt und worauf du achten solltest.
Wermut regt die Magensäure und die Gallenproduktion an. Dadurch kann er Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit lindern. Viele Menschen nutzen Wermut als Tee nach schweren Mahlzeiten oder kurz vor dem Essen, um den Appetit zu fördern. Als Tinktur wird Wermut oft in Tropfenform zur gezielten Dosierung angeboten. In Absinth ist Wermut eine der Hauptzutaten und trägt sowohl Geschmack als auch Wirkstoffprofil bei.
Wichtig: Die wissenschaftliche Datenlage zu medizinischen Effekten ist begrenzt. Für leichte Verdauungsbeschwerden sind traditionelle Anwendungen plausibel, für schwere Erkrankungen gibt es keine gesicherten Empfehlungen.
Thujon ist der kritische Punkt bei Wermut. In hohen Mengen kann Thujon neurotoxisch wirken und zu Unruhe, Muskelzuckungen oder Krampfanfällen führen. Deshalb sind kommerzielle Absinth-Sorten reguliert und enthalten nur geringe Thujon-Mengen. Wenn du Wermut als Tee zubereitest, halte dich an empfohlene Dosen: etwa 1–2 g getrocknete Blätter pro Tasse, nicht täglich über Wochen ohne Pause.
Bei Tinkturen gelten oft 10–30 Tropfen, 1–3-mal täglich, je nach Produkt. Lies immer die Herstellerangaben. Niemals ätherisches Wermutöl einnehmen – das ist hochkonzentriert und kann gefährlich sein.
Wermut kann mit Medikamenten interagieren: Vorsicht bei Antikonvulsiva, Blutverdünnern, MAO-Hemmern und Medikamenten, die über CYP-Enzyme verstoffwechselt werden. Auch bei gleichzeitiger Einnahme von CBD solltest du vorsichtig sein: CBD beeinflusst die Leberenzyme (CYP450) und kann dadurch die Wirkung anderer Wirkstoffe verändern. Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, frag kurz deine Ärztin oder Apothekerin.
Schwangeren und stillenden Frauen wird von Wermut abgeraten. Ebenso sollten Personen mit Leberproblemen oder Krampfanfall-Anamnese Wermut meiden.
Praktische Tipps: Wenn du Wermuttee probierst, starte mit einer schwachen Portion und beobachte, wie du reagierst. Verwende Produkte von vertrauenswürdigen Herstellern, die Thujon-Grenzwerte einhalten. Lagere getrocknete Blätter dunkel und trocken, Tinkturen kühl. Und: Kombiniere Wermut nicht mit starken Alkoholmengen – Absinth ist alkoholisch und kann die Risiken erhöhen.
Wermut kann nützlich sein, wenn du ihn bewusst und dosiert nutzt. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Erkrankungen ist ein kurzer Check beim Profi sinnvoll.
Hey, ich habe mich letztens gefragt, ob Wermut eigentlich giftig für uns Menschen ist. Das ist eine ziemlich interessante Frage, oder? Also habe ich mich hingesetzt und einiges darüber gelesen. Dabei habe ich einige spannende Fakten über Artemisia absinthium, so der wissenschaftliche Name von Wermut, und sein toxikologisches Potential für uns Menschen herausgefunden. Ich möchte euch in meinen Artikel einladen, gemeinsam durch die Welt der Heil- und Giftkräuter zu streifen und herauszufinden, wie sicher der Umgang mit Wermut wirklich ist.
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