Suchtbehandlung: Was du jetzt praktisch tun kannst

Fühlst du, dass Substanzen oder Verhaltensweisen dein Leben kontrollieren? Das ist ein klares Warnsignal, aber kein Grund zur Panik. Wichtig ist, jetzt kleine, konkrete Schritte zu gehen. Hier bekommst du sofort umsetzbare Tipps: wie du eine Abhängigkeit erkennst, welche Sofortmaßnahmen helfen und wann professionelle Hilfe nötig ist.

Erste Schritte bei Verdacht auf Abhängigkeit

Erkenne die Signale: Du denkst ständig an die Substanz, kannst Konsum nicht zuverlässig stoppen, vernachlässigst Arbeit oder Beziehungen, oder du brauchst immer mehr, um den gleichen Effekt zu spüren. Wenn das zutrifft, notiere drei konkrete Dinge, die du ändern willst – z. B. keinen Konsum vor der Arbeit, keine Einkäufe nach 22 Uhr, oder Tage ohne Konsum. Kleine Regeln sind leichter einzuhalten als große Versprechen.

Suche ein Gespräch: Sprich mit einer vertrauten Person oder dem Hausarzt. Du musst nicht sofort in eine Klinik. Ein offenes Gespräch schafft oft Klarheit und erleichtert den nächsten Schritt. Bei akutem Risiko – schwere Entzugssymptome oder Überdosis – ruf sofort den Notruf 112.

Setze Prioritäten: Wenn Entzugserscheinungen stark sind (Krampfanfälle, starkes Zittern, starke Übelkeit, Bewusstseinsstörungen), ist medizinische Überwachung nötig. Für bestimmte Abhängigkeiten gibt es medikamentöse Therapien (z. B. Substitutionsbehandlung bei Opiaten, Nikotinersatz bei Tabak). Kläre das mit einer Ärztin oder Suchtberatungsstelle.

Harm-Reduction und sichere Nutzung

Wenn du aktuell noch nicht bereit für Abstinenz bist, reduziere das Risiko. Mix keine Substanzen miteinander, vermeide unsichere Vaping-Kartuschen mit unbekannten Inhaltsstoffen, benutze saubere Geräte und teile keine Spritzen. Testkits (Drug-Checking) können helfen, Verunreinigungen zu erkennen. Nutze diese Angebote, wo sie verfügbar sind.

Zum Thema CBD und andere Cannabinoide: CBD wird oft als Unterstützung bei Angst oder Schlafproblemen genannt. Es ist jedoch kein bewährtes Heilmittel gegen Sucht. Wenn du CBD ausprobieren willst, sprich vorher mit einer Ärztin, besonders wenn du andere Medikamente nimmst. Achte auf geprüfte Produkte, klare Inhaltsangaben und vermeide stark psychoaktive Substanzen, wenn du Suchtprobleme hast.

Suchthilfe vor Ort: In Deutschland helfen Suchtberatungsstellen, die lokale Angebote, Therapieplätze und Selbsthilfegruppen vermitteln. Die Telefonseelsorge ist anonym erreichbar unter 0800 1110 111. Für akute Krisen ruf 112. Hol dir Unterstützung beim Übergang von Notfall zu langfristiger Therapie – das erhöht die Chancen deutlich.

Setze realistische Ziele, hole dir Unterstützung und schütze deine Gesundheit. Du musst den Weg nicht allein gehen. Kleine Schritte, klare Regeln und professionelle Hilfe machen den Unterschied.

CBD und Alkoholismus: Wie kann Cannabidiol helfen?
Heidi Becker 21 April 2024 0 Kommentare

In diesem Artikel untersuchen wir die potenziellen Vorteile von CBD bei der Behandlung von Alkoholismus. Wir erforschen, wie Cannabidiol den Entzug erleichtern, das Verlangen nach Alkohol reduzieren und langfristige Erholung unterstützen könnte. Außerdem betrachten wir aktuelle wissenschaftliche Studien und Expertenmeinungen zum Thema.

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