Wenn du dich fragst, wie man HHC macht, dann bist du nicht allein. HHC - Hexahydrocannabinol - ist seit einigen Jahren ein beliebtes Cannabinoid, das oft als sanftere, länger wirkende Alternative zu Delta-9-THC beschrieben wird. Aber viele verstehen nicht, wie es wirklich hergestellt wird, und suchen nach einfachen Anleitungen im Internet. Die Wahrheit: HHC herzustellen ist kein DIY-Projekt für zu Hause. Es erfordert chemische Kenntnisse, spezielle Ausrüstung und eine sichere Umgebung - und in vielen Ländern ist es sogar rechtlich riskant.
Was ist HHC eigentlich?
HHC, oder Hexahydrocannabinol, ist ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, das aus CBD oder Delta-8-THC gewonnen wird. Es entsteht durch eine chemische Reaktion namens Hydrogenation, bei der Wasserstoffatome an die Molekülstruktur von CBD angefügt werden. Das verändert die chemische Formel und macht das Molekül stabiler, wodurch es länger im Körper bleibt und eine andere Wirkung hat als THC.
Im Vergleich zu Delta-9-THC wirkt HHC oft milder, mit weniger Angst oder Paranoia. Viele Nutzer berichten von einer klaren, entspannten Euphorie, die sich über mehrere Stunden hinzieht. Es ist nicht natürlich im Cannabis-Pflanzenextrakt enthalten - es wird ausschließlich im Labor hergestellt.
Wie wird HHC hergestellt? Der chemische Prozess
Die Herstellung von HHC beginnt mit reinem CBD-Extrakt, meist aus Hanf mit weniger als 0,3 % THC. Dieses CBD wird in einem Reaktor mit einem Katalysator - meist Palladium oder Nickel - und Wasserstoffgas behandelt. Die Reaktion fügt zwei Wasserstoffatome an die Doppelbindung im CBD-Molekül an und wandelt es in HHC um.
Dieser Prozess ist nicht einfach. Er muss unter kontrollierten Bedingungen stattfinden: exakte Temperatur, Druck und Reaktionszeit sind entscheidend. Zu wenig Wasserstoff? Dann bleibt viel CBD unverändert. Zu viel? Dann entstehen unerwünschte Nebenprodukte wie HHC-Isomere oder vollständig gesättigte Verbindungen, die keine psychoaktive Wirkung haben.
Am Ende der Reaktion wird das Gemisch gereinigt - durch Destillation, Chromatographie und Kristallisation - um reines HHC zu isolieren. Nur ein kleiner Teil des Endprodukts ist das gewünschte 9R-HHC-Isomer, das die gewünschte Wirkung hat. Der Rest ist ein Mix aus anderen Isomeren, die oft als „HHC-Mischung“ verkauft werden.
Warum du HHC nicht zu Hause herstellen solltest
Einige YouTube-Videos oder Forenbeiträge zeigen angeblich „einfache“ Methoden, um HHC mit Wasserstoffgasflaschen und Küchenutensilien herzustellen. Das ist extrem gefährlich. Wasserstoffgas ist hochentzündlich - bei einer kleinen Undichtigkeit kann es zu einer Explosion kommen. Die verwendeten Katalysatoren wie Nickel oder Palladium sind giftig, wenn sie nicht richtig behandelt werden. Und die Chemikalien, die für die Reinigung benötigt werden, sind oft hochgiftig oder krebserregend.
Im Jahr 2023 berichtete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Deutschland von mehreren Fällen, in denen Hobbychemiker schwere Verbrennungen und Atemprobleme erlitten, nachdem sie versuchten, HHC selbst herzustellen. Die meisten dieser Versuche endeten mit einem Laborunfall - nicht mit einem guten Öl.
Darüber hinaus ist die Herstellung von HHC in Deutschland und vielen anderen Ländern ohne Lizenz illegal. Selbst wenn du es schaffst, ein wirksames Produkt herzustellen, ist der Besitz oder die Weitergabe strafbar. Du riskierst nicht nur deine Gesundheit - du riskierst auch deine Freiheit.
Wie kommt HHC dann auf den Markt?
Die HHC-Produkte, die du in Shops oder online findest, stammen aus spezialisierten Laboren - oft in den USA, den Niederlanden oder China. Diese Unternehmen haben Zugang zu lizenzierten Chemikalien, professionellen Reaktoren und Analysegeräten wie GC-MS (Gaschromatographie-Massenspektrometrie), um die Reinheit und Isomerzusammensetzung zu prüfen.
Ein seriöser Anbieter gibt dir einen Zertifikat (CoA) mit: dem Gehalt an HHC, den Anteil der Isomere, die Belastung mit Schwermetallen, Pestiziden und Lösungsmitteln. Ohne diesen CoA solltest du kein Produkt kaufen. Viele günstige HHC-Öle enthalten gar kein HHC, sondern nur CBD oder synthetische Cannabinoide wie Delta-8-THC, die als „HHC“ getarnt werden.
Was du stattdessen tun kannst
Wenn du HHC ausprobieren möchtest, dann kaufe es nur von vertrauenswürdigen Anbietern, die ihre Herkunft offenlegen und CoAs veröffentlichen. Prüfe immer, ob das Produkt aus legalen Hanfquellen stammt und ob es in der EU oder einem Land mit strengen Qualitätsstandards hergestellt wurde.
Alternativ kannst du auch auf natürliche Cannabinoide setzen, die nicht synthetisch verändert werden müssen - wie CBD, CBG oder CBN. Sie wirken sanfter, sind gut erforscht und legal in vielen Ländern. Wenn du nach einer milden Wirkung suchst, ist CBN besonders gut für den Abend - es fördert den Schlaf, ohne dich zu betäuben.
Die Wirkung von HHC - was du wirklich erwarten kannst
HHC wirkt ähnlich wie Delta-9-THC, aber oft mit weniger Intensität. Die Wirkung setzt nach 20-40 Minuten ein, wenn du es inhaliert, und nach 60-90 Minuten, wenn du es oral einnimmst. Sie hält 4-8 Stunden an, je nach Dosis und Stoffwechsel.
Einige Nutzer berichten von:
- Leichter Euphorie und Entspannung
- Reduzierter Stress und Anspannung
- Verbesserter Schlaf
- Leichte Schmerzlinderung
Aber es gibt auch Nebenwirkungen: trockener Mund, rote Augen, leichte Benommenheit, manchmal auch leichte Übelkeit. Bei hohen Dosen kann es zu Verwirrung oder erhöhtem Herzschlag kommen - besonders bei Menschen mit Herzproblemen.
Wenn du HHC ausprobierst, fange mit einer sehr kleinen Dosis an - 5 mg oder weniger. Warte mindestens zwei Stunden, bevor du mehr nimmst. Und nie mit Alkohol oder anderen Medikamenten kombinieren.
Rechtlicher Status von HHC - was du wissen musst
In Deutschland ist HHC rechtlich in einer Grauzone. Es ist kein offizielles Betäubungsmittel, aber es wird als „synthetisches Cannabinoid“ eingestuft. Die Bundesopiumstelle hat mehrfach klargestellt, dass HHC unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, wenn es psychoaktiv ist - was es ist. Der Verkauf ist daher illegal, auch wenn viele Shops es weiterhin anbieten.
In der Schweiz ist HHC legal, solange es aus Hanf mit unter 1 % THC stammt. In den USA ist es in einigen Bundesstaaten legal, in anderen verboten - es hängt von der Quelle und der Art der Herstellung ab. In der EU ist die Lage uneinheitlich, aber die Tendenz geht klar Richtung Verbot.
Wenn du HHC kaufst, tust du das auf eigene Verantwortung. Es gibt keine Garantie für Qualität, Sicherheit oder rechtliche Unbedenklichkeit.
Fazit: HHC herstellen? Nicht selbst. HHC kaufen? Mit Vorsicht.
HHC herzustellen ist kein Hobby - es ist eine chemische Produktion, die Experten, Sicherheitsvorkehrungen und rechtliche Genehmigungen erfordert. Wer versucht, es zu Hause zu machen, setzt sich und andere in Gefahr. Die meisten HHC-Produkte auf dem Markt sind unkontrolliert, oft verunreinigt und rechtlich fragwürdig.
Wenn du HHC ausprobieren willst, dann tu es mit klarem Kopf: kaufe nur von Anbietern mit transparenten CoAs, fange mit niedrigen Dosen an, und vermeide Kombinationen mit Alkohol oder Medikamenten. Und denk daran: es gibt viele sichere, natürliche Alternativen, die keine Chemie brauchen und keine Risiken bergen.
Deine Gesundheit ist wertvoller als ein kurzfristiges Hoch. Wähle bewusst - nicht einfach, weil es „in“ ist.
Kann man HHC aus CBD-Öl zu Hause herstellen?
Nein. Die Umwandlung von CBD in HHC erfordert hochreine Chemikalien, einen Druckreaktor, Wasserstoffgas und einen Katalysator - alles, was in einer normalen Küche nicht sicher oder legal verfügbar ist. Selbst wenn du es schaffst, ist das Ergebnis meist unrein, gefährlich und rechtlich problematisch. Es ist kein DIY-Projekt.
Ist HHC legal in Deutschland?
Nein. Obwohl HHC nicht explizit im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt ist, wird es von der Bundesopiumstelle als psychoaktives synthetisches Cannabinoid eingestuft und damit als verbotene Substanz behandelt. Der Verkauf und die Herstellung sind illegal. Der Besitz kann strafbar sein, besonders bei größeren Mengen.
Wie erkenne ich ein qualitativ hochwertiges HHC-Produkt?
Ein seriöses Produkt enthält einen detaillierten CoA (Certificate of Analysis) von einem unabhängigen Labor. Prüfe, ob der HHC-Gehalt über 80 % liegt, ob die Schwermetalle und Pestizide unter den EU-Grenzwerten liegen und ob das Produkt keine unerwünschten Cannabinoide wie Delta-8-THC oder synthetische Verbindungen enthält. Kein CoA? Kein Kauf.
Wie lange hält die Wirkung von HHC an?
Bei Inhalation wirkt HHC innerhalb von 20-40 Minuten und hält 4-6 Stunden an. Bei oraler Einnahme (z. B. als Tropfen oder Gummibärchen) setzt die Wirkung nach 60-90 Minuten ein und kann bis zu 8 Stunden anhalten. Die Dauer hängt von deiner Körpermasse, deinem Stoffwechsel und der Dosis ab.
Ist HHC sicherer als Delta-9-THC?
Viele Nutzer finden HHC milder und weniger anxiogen als Delta-9-THC, aber das bedeutet nicht, dass es sicherer ist. Die meisten HHC-Produkte sind unreguliert, und die Langzeitwirkungen sind kaum erforscht. Ein „milderer“ Effekt ist kein Freibrief für Risiken - besonders wenn die Reinheit nicht garantiert ist.
Gibt es natürliche Alternativen zu HHC?
Ja. CBD wirkt entspannend ohne Rausch, CBG kann die Stimmung heben, und CBN fördert den Schlaf - alle natürlich aus Hanf gewonnen und legal. Wenn du nach einer sanften Wirkung suchst, sind diese Cannabinoide eine viel sicherere und besser erforschte Wahl als HHC.