Kontrolle und Vorsicht sind bei CBD, HHC und ähnlichen Stoffen für Katzen Pflicht. Viele Produkte auf dem Markt unterscheiden sich stark in Qualität, Wirkstoffgehalt und Rechtssituation. Wie erkennst du sichere Produkte und wie schützt du deine Katze? Hier gibt es klare, praktische Regeln.
Erste Regel: Sprich mit der Tierärztin oder dem Tierarzt. Nur ein Profi kann Wechselwirkungen mit Medikamenten einschätzen und eine gesundheitliche Vorgeschichte berücksichtigen. Nenn genaue Produkte und Konzentrationen, dann lässt sich sicherer beraten.
Beginne immer mit einer sehr niedrigen Dosis und steigere langsam. Ein typisches Vorgehen: 0,1 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht als Anfang, je nach Produktform. Beobachte Verhalten, Appetit, Atmung und Kot. Gib immer nur ein neues Produkt für mehrere Tage, damit du Nebenwirkungen zuordnen kannst. Öle sind gut dosierbar; Leckerlis enthalten oft feste Mengen, die schwerer zu justieren sind. Vermeide Produkte mit nennenswertem THC. THC kann bei Katzen toxisch wirken.
Kauf nur Produkte mit aktuellen Laborberichten (COA) von unabhängigen Testlabors. Der COA zeigt Gehalt an CBD, THC und eventuelle Verunreinigungen wie Pestizide oder Schwermetalle. Achte auf klare Zutatenlisten und Herstellerangaben zur Herkunft. Sind unklare Begriffe oder fehlende Prüfberichte, Finger weg.
Behalte die Rechtslage im Blick. Beispiel: In Tschechien wurden HHC, HHC‑O und THCP temporär als kontrollierte Stoffe eingestuft. Solche Änderungen können Versand, Besitz und Verkauf beeinflussen. Für Käufer heißt das: Regionale Gesetze prüfen und nur zugelassene Produkte verwenden.
Was tun bei Nebenwirkungen oder Vergiftung? Rufe sofort die Tierärztliche Notfallstelle oder Giftnotruf an. Typische Warnzeichen: starke Sedierung, Koordinationsstörungen, übermäßiger Speichelfluss, Erbrechen oder Atemprobleme. Notiere Produktname, Menge und Zeitpunkt der Aufnahme vor dem Anruf.
Lagere CBD-Produkte sicher und außer Reichweite. Katzensichere Aufbewahrung verhindert Unfälle mit konzentrierten Ölen oder Extrakten. Kontrolliere Verfallsdaten; abgebautes Öl kann Wirkstoffstände verändern.
Vermeide menschliche Produkte mit Zusatzstoffen wie Xylit, Alkohol oder starke Aromen. Xylit ist für Katzen gefährlich. Alkohol in Tinkturen ist ebenfalls ungeeignet. Nutze Produkte, die speziell für Tiere gekennzeichnet sind.
Führe ein kleines Tagebuch: Produkt, Dosis, Reaktion. Das hilft bei Tierarztterminen und bei der Einschätzung, ob ein Präparat wirkt oder Nebenwirkungen verursacht. Sicherheit heißt: informieren, prüfen, beobachten. So schützt du die Gesundheit deiner Katze und handelst verantwortungsvoll.
Wie erkennst du, ob ein Produkt hilft? Achte auf kleine, konkrete Änderungen: weniger Stress beim Tierarzt, stabilerer Schlaf-Wach-Rhythmus, reduzierter Juckreiz oder besserer Appetit. Dokumentiere Datum und Zeit jeder Gabe und notiere Verhalten vor und nach 24 bis 72 Stunden. Wirkung tritt oft langsam ein; Geduld ist wichtig. Wenn keine Verbesserung nach zwei Wochen sichtbar ist, überdenke Dosis oder Präparat und besprich das mit der Tierärztin. Manche Katzen reagieren gar nicht auf bestimmte Cannabinoide. Dann ist Wechsel zu einem anderen Produkt sinnvoller als Erhöhung der Dosis.
Welche Präparate solltest du meiden? Hochkonzentrierte Extrakte unbekannter Herkunft, Produkte ohne COA, oder Mischungen mit Kräutern, die für Katzen unbekannt sind. Vermeide außerdem günstige Massenware ohne Herstellerkontakt. Gute Hersteller bieten eine Kundenhotline und klare Anwendungshinweise. Informiere dich vor jedem Kauf, so musst du nicht nachträglich Risiken ausschließen. Wenn du unsicher bist, hol dir eine zweite tierärztliche Meinung ein.
Tschechien hat Hexahydrocannabinol (HHC), Hexahydrocannabinol-O-Acetat (HHC-O) und Tetrahydrocannabiforol (THCP) temporär als kontrollierte Substanzen eingestuft. Die Maßnahme gilt bis Januar 2025, mit potenziellen Auswirkungen auf Besitz und Umgang.
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