Thujon ist eine Chemikalie, die in Pflanzen wie Wermut (Absinth), Beifuß oder manchen Salbeiarten vorkommt. Bei normalen Mengen in Lebensmitteln oder traditionellen Spirituosen ist das meist kein Problem. Gefährlich wird es, wenn hohe Dosen aufgenommen werden – etwa durch ätherische Öle, konzentrierte Extrakte oder unsachgemäße Herstellung von Absinth.
Thujon wirkt aufs Nervensystem. Es kann die GABA-Rezeptoren beeinflussen, was zu Erregung und Krampfanfällen führen kann. Quellen sind: selbstgemachte Wermut‑Tinkturen, konzentrierte Kräuteröle, und sehr alter Absinth ohne Regulierung. Industriell hergestellte Absinthsorten sind in vielen Ländern limitiert und enthalten oft nur geringe Thujon‑Mengen.
Bei einer Thujon‑Überdosis beginnen die Symptome meist schnell: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe oder Verwirrung. Schwere Fälle zeigen Muskelzuckungen, starker Tremor, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen. Wenn du solche Anzeichen nach dem Kontakt mit Kräuterölen, starkem Absinth oder selbstgemachten Extrakten siehst, handle sofort.
Erste Hilfe: Rufe den Notruf oder suche die nächste Notaufnahme. Wenn die Einnahme gerade erst passiert ist und die betroffene Person bei Bewusstsein ist, kann ein Giftinformationszentrum konkrete Schritte empfehlen. Keine Hausmittel wie Milch oder Alkohol geben. Bei kürzlicher Einnahme kann medizinisches Personal aktivierte Kohle geben; das entscheidet aber das Krankenhaus.
Bei Krampfanfällen werden in der Klinik meist Benzodiazepine eingesetzt. Die Behandlung ist vor allem unterstützend: Überwachen von Atmung, Herzfunktion und Flüssigkeitshaushalt. Bei schweren Fällen kann eine Beobachtung auf der Intensivstation nötig sein.
Interaktionen: Thujon kann das Krampf-Risiko erhöhen. Zusammen mit Medikamenten, die die Krampfschwelle senken (z. B. manche Antidepressiva, Antipsychotika) oder Alkohol, steigt das Risiko für schwere Symptome.
Haustiere: Katze oder Hund reagieren empfindlich auf ätherische Öle und manche Kräuter. Wenn dein Tier etwas Verschlucktes zeigt (Erbrechen, Zittern, Krampf), ruf den Tierarzt an. Warte nicht ab.
Vorbeugen ist einfach: Nutze keine starken Kräuteröle innerlich, kaufe Spirituosen aus vertrauenswürdiger Produktion, und halte Pflanzenextrakte außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren. Wenn du Kräutermischungen selbst ansetzt, informiere dich über sichere Konzentrationen oder lass es bleiben.
Fragen zu einem konkreten Fall? Notruf oder Giftinformationszentrum sind die schnellste Hilfe. Für generelle Tipps zur sicheren Anwendung von Kräutern und Ölen helfe ich dir gern weiter.
In diesem Artikel werde ich versuchen, das Thema Thujon-Überdosis zu klären. Manche Leute denken, dass Thujon im Allgemeinen gefährlich ist, aber ist es wirklich so? Was passiert genau, wenn man zu viel davon zu sich nimmt? Die Wahrheit ist, dass es schwierig ist, feststellen zu können, ob man eine Überdosis Thujon genommen hat. Also, lassen Sie uns mehr darüber lernen und einen genaueren Blick auf das Thema werfen.
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