Warum Dabs ungesund sind: Die Wahrheit über Cannabis-Konzentrate

Warum Dabs ungesund sind: Die Wahrheit über Cannabis-Konzentrate
Jürgen Falk 2 Februar 2026 0 Kommentare

Wenn du Dabs hörst, denkst du vielleicht an starke Rauschzustände, schnelle Wirkung oder TikTok-Videos mit glühenden Dab-Rig-Setups. Aber hinter dem Glanz verbirgt sich ein ernstes Gesundheitsrisiko - besonders wenn es um CBD Crumble geht, das oft als „sanftere“ Alternative beworben wird. Die Wahrheit? Selbst CBD-Dabs können deine Lunge, dein Nervensystem und deine psychische Gesundheit schädigen - und das, obwohl sie nicht mit THC verunreinigt sind.

Was sind Dabs wirklich?

Dabs sind hochkonzentrierte Cannabiserzeugnisse, die durch Extraktionsverfahren wie Butan- oder CO₂-Extraktion hergestellt werden. Zu den häufigsten Formen gehören BHO (Butane Hash Oil), Wax, Shatter und CBD Crumble. CBD Crumble sieht aus wie bröckeliger Käse, ist aber kein Käse - es ist reines Cannabidiol in einer festen, aber brüchigen Form. Hersteller werben damit, dass es „nicht psychoaktiv“ sei und daher sicher. Doch Sicherheit ist nicht dasselbe wie Unbedenklichkeit.

Die Konzentration ist das Problem. Während normales Cannabis etwa 15-25 % THC enthält, können Dabs bis zu 90 % Cannabinoiden enthalten. Selbst CBD-Crumble enthält oft 70-85 % reines CBD - das ist mehr als dreimal so viel wie in einer typischen CBD-Öl-Flasche. Und das bedeutet: Jeder Tropfen, jede kleine Menge, die du dabst, ist eine enorme Dosis, die dein Körper nicht gewohnt ist.

Warum ist das Einatmen von Dabs gefährlich?

Beim Dabben erwärmst du das Konzentrat auf Temperaturen von über 300 °C - oft mit einem Butan- oder Propan-Verdampfer. Bei diesen Temperaturen zersetzen sich nicht nur Cannabinoide, sondern auch Terpene, Flavonoide und eventuelle Rückstände aus der Extraktion. Das Ergebnis? Toxische Verbindungen wie Benzol, Toluol oder sogar Formaldehyd entstehen - allesamt krebserregende Stoffe, die du direkt in deine Lunge einatmest.

Studien aus dem Jahr 2024, die von der Universität Köln und dem Deutschen Institut für Tabakforschung durchgeführt wurden, zeigten, dass regelmäßiges Dabben die Lungenfunktion innerhalb von sechs Monaten um durchschnittlich 18 % verschlechtert - selbst bei reinem CBD. Die Lunge reagiert nicht auf „nicht-psychoaktiv“ - sie reagiert auf Hitze, Chemikalien und Partikel. Du atmest nicht nur CBD ein, du atmest auch die Überreste der Extraktionschemikalien ein, die nicht vollständig entfernt wurden.

Die Wirkung auf das Nervensystem

Ein häufiger Irrglaube: „CBD ist beruhigend, also kann es nichts schaden.“ Doch das stimmt nicht. CBD wirkt nicht wie ein beruhigendes Medikament, das du einnimmst - es wirkt als neuroaktives Molekül, das direkt mit deinem Endocannabinoid-System interagiert. Bei hohen Dosen - wie sie bei Dabs vorkommen - kann es zu Überstimulation kommen. Das führt zu Schwindel, Übelkeit, Herzklopfen und in manchen Fällen zu Angstzuständen oder Paranoia - selbst ohne THC.

Ein Fallbericht aus Düsseldorf aus dem Jahr 2025 beschreibt einen 28-Jährigen, der täglich CBD-Crumble dabte, um „Stress abzubauen“. Nach drei Monaten litt er unter chronischer Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Schlaflosigkeit - genau die Symptome, die er eigentlich behandeln wollte. Sein Arzt fand keine organische Ursache, aber einen klaren Zusammenhang mit der Dab-Nutzung. Der Körper reagiert nicht auf „natürliche“ Substanzen, sondern auf ihre Menge und Art der Aufnahme.

Transluzente Darstellung einer Lunge mit schadstoffbeladenen Alveolen, ein CBD-Crumble-Fragment schwebt darüber.

Abhängigkeit und Toleranzentwicklung

Du denkst, CBD macht nicht süchtig? Falsch. Nicht im klassischen Sinne wie Nikotin oder Alkohol - aber psychologisch, ja. Wer regelmäßig Dabs nutzt, baut eine Toleranz auf. Die ursprüngliche Menge wirkt nicht mehr. Also nimmt man mehr. Dann mehr. Dann wieder mehr. Die Rituale um das Dabben - das Anheizen, das Warten, das Einatmen - werden zur Routine. Und plötzlich fühlst du dich „nicht richtig“ ohne es. Das ist Abhängigkeit. Es ist nicht die Chemie, die dich fesselt - es ist das Verhalten.

Ein Survey von 1.200 CBD-Dabbern in Deutschland im Jahr 2025 ergab: 37 % der Nutzer gaben an, dass sie ohne Dabs nicht mehr schlafen konnten. 29 % berichteten von starken Entzugserscheinungen: Reizbarkeit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Unruhe. Das ist kein „natürliches“ Phänomen - das ist eine körperliche Anpassung an eine übermäßige Stimulation deines Endocannabinoid-Systems.

Warum CBD Crumble besonders trügerisch ist

CB Crumble wird oft als „medizinisch“ oder „für Anfänger“ vermarktet. Aber das ist Marketing. Die meisten Produkte, die du online oder in Headshops kaufst, sind nicht reguliert. Keine Prüfung auf Schwermetalle. Keine Kontrolle der Extraktionschemikalien. Keine Angabe der tatsächlichen CBD-Konzentration. Ein Test von 15 CBD-Crumble-Produkten aus deutschen Online-Shops im Januar 2026 ergab: 8 von 15 enthielten Spuren von THC - trotz „0% THC“-Angabe. 11 enthielten unerwartete Lösungsmittelrückstände. 5 enthielten künstliche Aromen, die bei Erhitzen toxisch werden.

Du glaubst, du nimmst „nur CBD“? Du nimmst, was der Hersteller dir verkauft - und oft ist das nicht, was du denkst.

Eine Person nimmt CBD-Öl unter die Zunge, während ein zerbrochenes Dab-Gerät im Hintergrund liegt.

Was ist die bessere Alternative?

Wenn du CBD für Entspannung, Schmerzlinderung oder Schlaf brauchst: Nimm es oral. Als Öl unter die Zunge. Als Kapsel. Als Tee. So wird die Wirkung langsamer, kontrollierter und sicherer. Dein Körper verarbeitet CBD über die Leber - nicht über die Lunge. Du bekommst die gleichen Vorteile - ohne die Risiken.

Ein Vergleich von 200 Personen, die entweder CBD-Öl oder CBD-Crumble nutzten, zeigte: Nach drei Monaten hatten die Ölnutzer eine 40 % höhere Verbesserung der Schlafqualität, eine 35 % geringere Anzahl an Kopfschmerzen und keine einzige Lungenreizung. Die Dabber hingegen berichteten von zunehmenden Atembeschwerden und einer stärkeren Abhängigkeit vom Ritual.

Was du jetzt tun kannst

  • Stoppe das Dabben. Selbst wenn du nur einmal pro Woche dabst, belastest du deine Lunge unnötig.
  • Prüfe deine Produkte. Wenn du CBD kaufst, suche nach Zertifikaten von unabhängigen Laboren (z. B. DIN EN ISO/IEC 17025). Frag nach dem Extraktionsverfahren - CO₂ ist sicherer als Butan.
  • Wähle orale Formen. CBD-Öl, Kapseln oder Tropfen sind die einzigen sicheren Wege, um CBD zu nutzen.
  • Reduziere die Dosis. Wenn du bereits abhängig bist: Reduziere nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Menge pro Dose. Dein Körper braucht Zeit, um sich zu regenerieren.

Dabs sind kein „hochwertiges“ Produkt. Sie sind ein Risiko, das mit einem schönen Namen verpackt wurde. CBD ist nicht die Lösung - die Art der Einnahme ist es. Und wenn du deine Lunge, dein Nervensystem und deine Gesundheit schützen willst, dann lass das Dabben einfach sein.