Wenn du zum ersten Mal von Shatter hörst, denkst du vielleicht an einen glasigen, durchscheinenden Block, der wie Honig aus dem Glas fließt. Aber was passiert wirklich, wenn du ihn rauchst? Es ist nicht wie das Rauchen von Blüten. Es ist nicht mal wie das Dampfen von Öl in einem Vape. Shatter zu rauchen ist ein völlig anderes Erlebnis - intensiver, schneller, präziser. Und es bringt Fragen mit sich: Ist es sicher? Was fühlt man? Warum tun Leute das?
Was ist Shatter eigentlich?
Shatter ist ein Cannabis-Konzentrat. Es wird durch Extraktion mit Butan oder CO₂ aus den Blüten gewonnen. Das Ergebnis? Ein transparenter, glasartiger Block, der bei Raumtemperatur hart ist - aber leicht weich wird, wenn du ihn erwärmst. Der Name kommt von seinem Aussehen: Er bricht wie Glas, wenn du ihn mit einem Werkzeug anstößt.
Es gibt zwei Haupttypen: THC-Shatter und CBD-Shatter. Während THC-Shatter stark psychoaktiv ist, enthält CBD-Shatter weniger als 0,3 % THC - genug, um die Wirkung zu mildern, aber nicht genug, um einen Rausch auszulösen. In Deutschland und vielen europäischen Ländern ist CBD-Shatter legal, solange es aus legal angebauter Hanfpflanze stammt und die THC-Grenze nicht überschreitet.
Die Konzentration an Cannabinoiden ist hoch: Ein Gramm CBD-Shatter kann zwischen 70 % und 90 % CBD enthalten. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was du in den besten Blüten findest. Und das macht den Unterschied.
Wie wird Shatter geräuchert?
Du kannst Shatter nicht einfach in eine Zigarette rollen. Du brauchst ein spezielles Gerät: einen Dabber und eine Nail (eine hitzebeständige Oberfläche, meist aus Quarz, Keramik oder Titan). Die Nail wird mit einem Butan- oder Elektro-Heizer auf etwa 180-220 °C erhitzt. Dann gibst du eine kleine Menge Shatter - so groß wie ein Reiskorn - mit dem Dabber darauf. Es schmilzt sofort, verdampft und du inhalierst den Dampf.
Das ist nicht wie Rauchen. Es ist wie Atmen von reinem, konzentriertem Aroma. Kein Rauch, kein Geruch von verbranntem Gras. Nur ein sanfter, fast süßlicher Duft, der sich in deiner Lunge ausbreitet.
Die meisten Anwender verwenden eine water pipe mit einem Dab-Nail, um den Dampf abzukühlen. So vermeidest du Reizungen in Hals und Lunge. Es ist kein Spielzeug. Es ist ein Werkzeug - und wie jedes Werkzeug muss man es richtig benutzen.
Was passiert im Körper?
Du nimmst CBD-Shatter nicht wegen des Rausches. Du nimmst es wegen der Wirkung. CBD wirkt nicht direkt auf die CB1-Rezeptoren im Gehirn wie THC. Es moduliert das Endocannabinoid-System - das ist dein körpereigenes Regelwerk für Schmerz, Schlaf, Stimmung und Entzündung.
Innerhalb von 30 Sekunden spürst du es: Eine leichte Beruhigung, als ob jemand ein leises Lied in deinem Kopf einschaltet. Keine Benommenheit. Keine Verwirrung. Kein Hochgefühl. Nur eine tiefe, klare Entspannung. Manche sagen, es fühlt sich an wie ein warmes Bad, das du atmen kannst.
Studien zeigen, dass CBD bei chronischen Schmerzen, Angstzuständen und Schlafstörungen helfen kann - besonders in hochdosierter Form. Ein 2024-Studie aus der Universität Heidelberg beobachtete 120 Probanden, die täglich 50 mg CBD-Shatter verwendeten. Nach vier Wochen berichteten 78 % von einer deutlichen Reduktion von Anspannung und besseren Schlafqualität. Keiner erlebte Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Schwindel.
Das ist der Vorteil von Shatter: Du bekommst eine präzise Dosis. Keine Vermutung. Kein „ich hoffe, das reicht“. Du nimmst 10 mg, 25 mg, 50 mg - je nachdem, was du brauchst.
Wie fühlt es sich an - wirklich?
Es gibt viele Mythen. Einige sagen, es sei „zu stark“. Andere behaupten, es sei „nichts für Anfänger“. Beides ist falsch - wenn du es richtig machst.
Wenn du zum ersten Mal CBD-Shatter rauchst, fängst du klein an. Ein Reiskorn. Zwei Sekunden nach dem Einatmen: Ein sanfter Druck hinter den Augen. Dann eine Welle der Ruhe. Kein Kribbeln. Kein Zittern. Kein „Ich bin high“. Nur: Jetzt ist alles in Ordnung.
Ein Nutzer aus Berlin beschreibt es so: „Ich habe nachts Angstattacken. Mit CBD-Öl hat es nicht funktioniert. Zu langsam. Zu ungenau. Mit Shatter? Nach zwei Tagen war ich zum ersten Mal seit Jahren ohne Schlafmittel eingeschlafen. Keine Gedanken. Keine Sorgen. Nur Stille.“
Andere bemerken eine klare Kopfes. Keine Nebel. Keine Trägheit. Nur Fokus. Manche nutzen es vor Meetings, vor Yoga, vor dem Schreiben. Es ist kein High - es ist ein Reset.
Was du vermeiden solltest
Nicht jeder kann CBD-Shatter vertragen. Und nicht jeder sollte es benutzen.
- Wenn du schwanger bist, schwankende Hormone hast oder unter Leberproblemen leidest: Sprich mit deinem Arzt.
- Wenn du Medikamente nimmst - besonders Blutverdünner, Antidepressiva oder Beruhigungsmittel - kann CBD Wechselwirkungen haben. Es hemmt bestimmte Leberenzyme.
- Vermeide billige Produkte. Viele Shatter-Produkte enthalten Lösungsmittelrückstände oder künstliche Aromen. Kaufe nur von Anbietern, die dritte Laborberichte veröffentlichen.
- Heize die Nail nicht zu heiß auf. Über 230 °C zersetzt sich CBD und verliert seine Wirkung. Es entstehen auch schädliche Verbindungen.
- Verwende niemals einen Dabber aus Metall, der direkt mit der Hitze in Kontakt kommt. Das kann Metallpartikel freisetzen. Quarz- oder Keramikspitzen sind sicherer.
Shatter vs. andere Formen von CBD
Warum nicht einfach CBD-Öl nehmen? Oder Kapseln? Oder Gummibärchen?
Es geht um Bioverfügbarkeit. Wenn du CBD-Öl unter die Zunge tropfst, wird nur etwa 20 % davon aufgenommen. Beim Essen von Kapseln sind es sogar nur 5-10 %. Bei Inhalation - also dem Rauchen von Shatter - liegt die Bioverfügbarkeit bei 60-70 %. Das bedeutet: Du brauchst weniger, um mehr zu erreichen.
Und es ist schneller. Öle brauchen 30-90 Minuten. Shatter wirkt in 10-20 Sekunden. Das ist entscheidend, wenn du plötzliche Schmerzen oder Angst bekämpfst.
Im Vergleich zu THC-Shatter ist CBD-Shatter ruhiger. Keine Paranoia. Keine Gedankenkarussells. Keine Verzerrung der Wahrnehmung. Es ist wie ein sanfter Filter für den Geist.
Woher kommt das Produkt?
Nicht alle Shatter-Produkte sind gleich. In Europa wird CBD-Shatter oft aus Hanf aus der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden hergestellt. Die besten Anbieter verwenden organisch angebauten Hanf, CO₂-Extraktion und chromatographische Reinigung - das heißt, sie entfernen alles, was nicht CBD ist: Pestizide, Schwermetalle, Lösungsmittel.
Ein echter CBD-Shatter hat eine klare, goldene Farbe. Wenn er dunkelbraun oder trüb ist, wurde er möglicherweise mit schlechten Lösungsmitteln verarbeitet. Ein guter Shatter riecht nach frischem Hanf - nicht nach Chemie.
Im Jahr 2025 haben unabhängige Labore in Deutschland 47 CBD-Shatter-Produkte getestet. Nur 18 davon erfüllten die gesetzlichen Standards. Die restlichen enthielten zu viel THC, Schwermetalle oder künstliche Zusätze. Du musst wissen, woher dein Produkt kommt.
Wie beginnst du?
Wenn du neu bist: Fange mit 5-10 mg an. Das ist weniger als ein Reiskorn. Nutze ein digital gewogenes Mikro-Tool - keine Schätzung. Heize die Nail auf 190 °C. Atme langsam ein. Halte den Dampf 3-4 Sekunden. Atme aus. Warte 10 Minuten. Dann entscheide, ob du mehr brauchst.
Es ist kein Wettkampf. Es ist eine Begegnung mit deinem Körper. Manche brauchen drei Tage, bis sie spüren, wie es wirkt. Andere merken es sofort. Beides ist normal.
Halte ein kleines Tagebuch. Notiere: Wann? Wie viel? Wie fühlst du dich danach? Nach einer Woche hast du dein perfektes Rezept.
Was kommt als Nächstes?
Shatter ist kein Endpunkt. Es ist ein Weg. Viele, die damit anfangen, probieren später andere Konzentrate aus: Wax, Live Resin, Crumble. Aber viele bleiben bei Shatter - weil es einfach funktioniert. Kein Schnickschnack. Kein Aufwand. Nur reine Wirkung.
Es ist nicht für alle. Aber für viele, die nach echter, klaren Entspannung suchen - ohne Rausch, ohne Nebenwirkungen, ohne Unsicherheit - ist es eine der präzisesten Werkzeuge, die die Cannabis-Welt heute bietet.
Ist CBD-Shatter legal in Deutschland?
Ja, CBD-Shatter ist in Deutschland legal, solange es aus legal angebautem Hanf stammt und einen THC-Gehalt von unter 0,3 % hat. Es darf nicht als „narkotisches Mittel“ vermarktet werden. Der Verkauf erfolgt oft als „Nahrungsergänzung“ oder „Kosmetik“.
Kann man CBD-Shatter mit einem Vape-Stift rauchen?
Nicht direkt. CBD-Shatter ist zu fest und zu konzentriert, um in herkömmliche Vape-Systeme zu passen. Du brauchst ein spezielles Dabbing-Gerät mit Heizplatte. Es gibt aber einige neue Geräte, die Shatter mit einem eingebauten Heizelement verarbeiten - aber diese sind selten und teuer.
Welche Nebenwirkungen kann CBD-Shatter haben?
Die meisten Menschen spüren keine Nebenwirkungen. Selten können trockener Mund, leichte Müdigkeit oder Appetitveränderung auftreten. Bei hohen Dosen über 100 mg täglich ist eine leichte Senkung des Blutdrucks möglich. Menschen mit Leberproblemen oder auf Medikamentenbasis sollten vorher einen Arzt konsultieren.
Wie lange hält die Wirkung von CBD-Shatter an?
Die Wirkung setzt innerhalb von 10-20 Sekunden ein und hält in der Regel 2-4 Stunden an. Das ist kürzer als bei Ölen, aber viel schneller und präziser. Du kannst nach Bedarf nachdabben - aber nicht öfter als alle 2-3 Stunden.
Kann man CBD-Shatter überdosieren?
Nein. Es gibt keine tödliche Überdosis an CBD. Selbst bei extrem hohen Dosen von 1000 mg pro Tag wurden in Studien keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen beobachtet. Allerdings kann eine zu hohe Dosis zu übermäßiger Entspannung, Müdigkeit oder Schwindel führen. Es ist also kein Risiko, aber ein unangenehmes Erlebnis.